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Hejar


Lebenslauf:

Hejar, (kurdisch ‏هه‌ژار‎; Bürgerlicher Name Abdurahman Scharafkandi, Ebdurehman Şerefkendî; * 1920 in Mahabad; † 22. Februar 1990 in Karadsch) war ein berühmter kurdischer Schriftsteller, Dichter, Linguist und Übersetzer. Er übersetzte unter anderem den Koran ins Kurdische und schuf mit dem Henbane Borîne ein Kurdisch-Persisches Wörterbuch.

Er wurde 1920 in Mahabad im nordwestlichen Iran in der Provinz West-Aserbaidschan geboren. Er begann in seiner frühen Kindheit mit religiösen Studien, musste sie jedoch mit 17 Jahren, als sein Vater starb, abbrechen. Er begann nun ab 1940 Gedichte auf Kurdisch zu schreiben. Durch sein Studium der kurdischen Literatur wurde er von anderen kurdischen Dichtern geprägt. Darunter waren welche wie Melayê Cezîrî, Ehmedê Xanî, Wefayi und Hadschi Qadiri Koyi.

Er war in die kurdischen Nationalbewegung verwickelt, die von Qazi Mohammed geleitet wurde. Da die in Mahabad ausgerufene Republik Kurdistan (1947) als eines ihrer Ziele hatte, die kurdische Kultur zu fördern, war Hejar einer ihrer offiziellen Dichter. Nach dem Ende der Republik war er gezwungen ins Exil zu gehen.

Für etwa 30 Jahre lebte er in verschiedenen Ländern. Darunter auch der Irak, Syrien, der Libanon und Ägypten. Im Irak wurde er wieder mit in die kurdischen Nationalbewegung verwickelt, die von Mustafa Barzani, dem ehemaligen Verteidigungsminister der Republik Mahabad, geleitet wurde. Mit ihm verband Hejar auch eine enge Freundschaft. Nach der Niederlage der Bewegung im Jahr 1975, kehrte Hejar in den Iran zurück und ließ sich in der Stadt Karadsch nieder. Dort lebte er bis zu seinem Tod. Er wurde in seiner Geburtsstadt Mahabad beerdigt.

Sein Bruder Sadegh Scharafkandi war ein wichtiger Politiker, der beim Mykonos-Attentat in Berlin ums Leben kam.


Bücher:

  1. Alekok
  2. Vergêra MemoZîn bi soranî (Übersetzung des Mem û Zîn ins Sorani)
  3. Übersetzung des Scherefname ins Kurdische.
  4. Dîwana helbesta Bu Kurdistan (Sammlung von Gedichten für Kurdistan)
  5. Çarînekanî Xeyam (Übersetzung von Omar Chajjams Quatrains aus dem Persischen ins Kurdische)
  6. Henbane Borîne (Kurdisch-Kurdisches-Persisches Wörterbuch)
  7. Vergêra Quranê bi Kurdî (Übersetzung des Koran ins Kurdische)
  8. Übersetzung des Medizinischen Kanons von Avicenna aus dem Arabischen ins Persische.
  9. Şerha Dîwana Melayê Cizîrî (Edition und Kommentar der Gedichte von Melayê Cezîrî)
  10. Sifra bê biraneve (Übersetzung von One and Zeroes without end von Ali Schariati aus dem Persischen ins Kurdische)
  11. Çêştî Micêvir (Autobiographie)

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